TMS (Transkranielle Magnetstimulation)
TMS (Transkranielle Magnetstimulation)
Was ist transkranielle Magnetstimulation (TMS) oder Hirnstimulationstherapie (TMS)?
Das Gehirn ist ein Organ, dessen Funktion auf elektrischen Impulsen beruht, die von Neuronen übertragen werden. In manchen Fällen oder bei bestimmten Erkrankungen kommt es zu Störungen der elektrischen Impulse in verschiedenen Teilen des Gehirns. Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) wird zur Behandlung dieser Störungen durch externe Eingriffe eingesetzt.
Was ist der Wirkmechanismus von TMS und wie wird es angewendet?
TMS wird 2–3 cm oberhalb des Schädels mithilfe einer Spule appliziert. Das dadurch erzeugte Magnetfeld aktiviert elektrische Ströme in der Großhirnrinde und depolarisiert dadurch Neuronen. TMS hat bei unterschiedlichen Frequenzen unterschiedliche Effekte:
- Hochfrequenz-TMS verursacht eine Erregung im Bereich, in dem es angewendet wird.
- Niederfrequente TMS bewirkt Hemmung (Verlangsamung)
Bei der repetitiven TMS werden magnetische Impulse in schneller Folge abgegeben. Ort, Intensität und Zeitpunkt der Stimulation werden an unterschiedliche Bedingungen angepasst.
Wo wird TMS eingesetzt?
TMS kann bei vielen verschiedenen psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Psychiatrische Erkrankungen
- Schwere Depression (von der FDA zugelassen)
- Angststörungen
- Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizitstörung
Neurologische Erkrankungen
- Migräne (FDA-zugelassen)
- Parkinson
- Essentieller Tremor
- Tinnitus
Weitere Einsatzgebiete
- Fettleibigkeit (Unterdrückung des Hungergefühls)
- Behandlung von Depressionen während der Schwangerschaft
EINE MEDIKAMENTENFREIE LÖSUNG FÜR DEPRESSIONEN WÄHREND DER SCHWANGERSCHAFT MIT TMS
Bei einigen Müttern, beispielsweise bei Müttern mit , kann es während der Schwangerschaft und im frühen Wochenbett zu Depressionen kommen. Die Behandlung ist besonders anspruchsvoll, da Medikamente, die während der Schwangerschaft gegen Depressionen verschrieben werden, dem Baby schaden können. Motivierende Interviews, kognitive Verhaltenstherapie und TMS als somatische Behandlung können Patientinnen während der Schwangerschaft und im Wochenbett helfen, je nach Schwere der Symptome der Mutter.
GIBT ES NEBENWIRKUNGEN?
Während der TMS verspüren die Patienten keine Schmerzen. Aktuelle Sicherheitsprotokolle passen die Stimulationsstärke an die individuelle motorische Schwelle an.