Prof. Dr. Hasan Ozgur Ozdemir

Rückenmarkstumoren

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RÜCKENMARKSTUMOREN

Spinale Tumoren sind Tumoren im Rückenmark und in den Nervenwurzeln im Wirbelkanal. Diese Tumorzellen wachsen unkontrolliert und schädigen den Patienten.

Wirbelsäulentumore können gutartig (gutartig) oder bösartig (bösartig) sein. Primäre Tumoren entstehen in der Wirbelsäule oder im Rückenmark selbst, während metastasierte Tumoren Tumoren sind, die sich von anderen Körperstellen auf die Wirbelsäule ausgebreitet haben. Wirbelsäulentumore können in drei Hauptbereichen auftreten: Halswirbelsäule (Hals), Brustwirbelsäule (Rücken), Lendenwirbelsäule (unterer Rücken) und Kreuzbein (Steißbein). Sie werden auch nach ihrer Lage innerhalb der Wirbelsäule klassifiziert, z. B. anterior (vorne) oder posterior (hinten).

Rückenmarkstumoren mit ihren hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten (Erkrankung und Tod) sind aufgrund der positiven Ergebnisse, die durch frühzeitige Diagnose und geeignete Behandlungsmethoden erzielt werden, in den Fokus der Neurochirurgie gerückt. Parallel zum technologischen Fortschritt haben verbesserte Diagnosemöglichkeiten und die Entwicklung chirurgischer Techniken, insbesondere der Mikrochirurgie, zu höheren Behandlungserfolgen geführt.

Etwa bis der Tumoren des zentralen Nervensystems befinden sich im Rückenmark. Die Prävalenz von Wirbelsäulentumoren in der Allgemeinbevölkerung variiert zwischen 2 und 10 pro 100.000. Die Differenzierung von Wirbelsäulentumoren nach Lokalisation erleichtert Diagnose und Behandlung. Daher wird bei der Klassifizierung die Beziehung zur Dura mater (der äußeren Schicht der Rückenmarksmembran) berücksichtigt. Wirbelsäulentumoren werden dementsprechend als extradural, intradural extramedullär und extramedullär klassifiziert. Das Verhältnis von intradural zu extradural beträgt 2:3. Von allen Wirbelsäulentumoren sind extradural, intradural extramedullär und %5 intradural intramedullär.

Metastasierte Tumoren machen den Großteil der extraduralen Tumoren aus. Neben metastasierten Tumoren zählen auch primäre Wirbelsäulentumoren zu den extraduralen Tumoren. Neurofibrome und Meningeome machen den Großteil der intraduralen extramedullären Wirbelsäulentumoren aus. Ependymome, Astrozytome und Hämangioblastome machen den Großteil der intraduralen intramedullären Wirbelsäulentumoren aus.

Wirbelsäulentumore sind meist gutartig. Verbesserungen bei der Frühdiagnose und Behandlung haben zu besseren Ergebnissen geführt.

Die Behandlung zielt hauptsächlich auf die vollständige Entfernung des Tumors durch eine Operation ab und die meisten Tumoren sind grundsätzlich für eine solche Behandlungsmethode geeignet.

Allgemeine klinische Befunde und diagnostische Methoden

Sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren verursachen Schmerzen im Rücken oder unteren Rücken, die nicht durch Bewegung verursacht werden. Diese Schmerzen werden in der Regel nicht durch Traumata, körperliche Betätigung oder Stress verursacht. Allerdings verstärken sich die Schmerzen bei körperlicher Betätigung und verschlimmern sich nachts. Bei Tumoren im Nackenbereich können die Schmerzen in die Hüften, Beine und Arme ausstrahlen, und konservative Behandlungen sind nicht wirksam.

Die Symptome und Beschwerden des Patienten variieren je nach Lage des Tumors. Sie treten in der Regel auf, wenn der Tumor wächst und auf das Rückenmark, die Nervenwurzeln oder die Blutgefäße drückt. Eine Kompression des Rückenmarks allein ist lebensbedrohlich. Weitere Symptome sind unten aufgeführt:

  • Schwäche oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen
  • Schwierigkeiten beim Gehen, die zu Stürzen des Patienten führen
  • Verlust des Schmerz- und Temperaturgefühls
  • Beeinträchtigte Darm- und Blasenkontrolle
  • Lähmungen können in unterschiedlichem Ausmaß auftreten.
  • Skoliose oder andere Wirbelsäulendeformationen können die Folge großer, aber gutartiger Tumore sein.

DIAGNOSE

Der erste Schritt zur Diagnose beginnt mit der Anamnese und Untersuchung des Patienten. Zur Bestätigung wird eine radiologische Diagnose durchgeführt. Eine gründliche neurologische Untersuchung kann helfen, die Lage des Tumors zu bestimmen.

 Direkte Röntgenstrahlen

Diese Röntgenaufnahme zeigt die Knochenstruktur. Sie kann nur bei der Diagnose einer Knochenverletzung helfen, kann aber nicht feststellen, ob eine Infektion oder ein Tumor vorliegt.

 Computertomographie (CT)

Mit dieser Bildgebung können Diagnosen gestellt, der Kanaldurchmesser gemessen und die Knochenstruktur sehr gut dargestellt werden.

 Magnetresonanztomographie (MRT)

Mithilfe von Computertechnologie und einem Magnetfeld kann ein 3D-Bild des Körpers erstellt werden. Im Gegensatz zu anderen Methoden bietet die MRT eine sehr klare Sicht auf die Nervenwurzeln, das Rückenmark, das umgebende Weichteilgewebe und den Tumor.

Sobald der Tumor identifiziert ist, wird durch die Entnahme einer Tumorprobe und deren mikroskopische Untersuchung endgültig festgestellt, ob er gutartig oder bösartig ist. Bei bösartigen Tumoren kann die Pathologie auch Aufschluss über die Art des Tumors geben.

Wenn es sich um Metastasen handelt, sollten primäre Untersuchungen durchgeführt werden. Es können Ultraschalluntersuchungen des Abdomens, Tomographien und ähnliche Tests durchgeführt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

 Chirurgische Behandlung

Die Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, den gesamten Tumor operativ zu entfernen. Die meisten Tumoren sind für diese Behandlung geeignet. Die Indikation für eine Operation hängt vom Tumortyp ab. Primäre Wirbelsäulentumoren sollten nach Möglichkeit vollständig entfernt werden, um eine mögliche Heilung zu gewährleisten. Bei metastasierten Tumoren besteht das Ziel darin, Schmerzen zu lindern, die Stabilität der Wirbelsäule zu erhöhen und neurologische Schäden zu behandeln oder zu verhindern. Eine chirurgische Behandlung von Metastasen wird empfohlen, wenn die Lebenserwartung des Patienten mehr als 12 Wochen beträgt und der Tumor resistent gegen Strahlen- und Chemotherapie ist. Weitere Indikationen sind medikamentenresistente Schmerzen, mangelnde Stabilität der Wirbelsäule und Kompression des Rückenmarks.

Chirurgische Ansätze:
  • Hinterer Zugang:Bei einem hinteren Zugang sind die Nervenwurzeln und die Dura-mater-Membran sichtbar.
  • Vorderer Zugang:Tumoren im vorderen Bereich lassen sich mit dem frontalen Zugang leichter kontrollieren.
  • 360-Grad-Ansatz:Sowohl der vordere als auch der hintere Zugang können in derselben Sitzung durchgeführt werden.

CyberKnife-Radiochirurgie

Die Radiochirurgie hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Die CyberKnife-Radiochirurgie hat sich positiv auf die Schmerzlinderung und die Lebensqualität ausgewirkt. Kurze Behandlungszeiten, schnelle Genesung und ein positives Ansprechen auf die Behandlung zählen zu den Hauptvorteilen der CyberKnife-Radiochirurgie. Diese Technik kann primär bei Wirbelsäulenverletzungen eingesetzt werden, kann aber auch bei inoperablen Fällen, bei Patienten nach vorheriger Strahlentherapie oder als Ergänzung zu chirurgischen Techniken eingesetzt werden.

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